Begriff

Mediation statt Gericht

Konflikte gehören zum Alltag, ob im Wirtschafts- oder im Privatleben.

Wenn sich die Fronten verh√§rten, bleiben meist nur die sofortige Vertragsaufl√∂sung oder der Gang ans Gericht. Das muss nicht sein: Mit einer Mediation k√∂nnen Konflikte in allen Rechtsgebieten auf konstruktive und kosteng√ľnstige Art gel√∂st werden. Langwierige Prozesse werden vermieden. Die hieraus freigewordenen Ressourcen k√∂nnen vollumf√§nglich in eine f√ľr die Parteien zweckorientierte Zukunftsgestaltung eingesetzt werden.

Was kann eine Mediation bewirken?

Mediation ist ein Verfahren zur Konfliktbeilegung.

Die Mediatoren verstehen sich dabei als Br√ľcke zwischen den Konfliktparteien. Sie helfen den Parteien ihre eigenen Interessen und Bed√ľrfnisse innerhalb einer Konfliktsituation zu konkretisieren und dadurch selbst√§ndig eine L√∂sung zur Beseitigung der Konfliktsituation zu finden.

Das Ziel einer Mediation besteht darin, dass die Parteien ein einvernehmliches und ‚Äď wenn n√∂tig ‚Äď auch rechtsverbindliches Ende ihrer Auseinandersetzung.

Durch die Konkretisierung der Interessen und Bed√ľrfnisse der Konfliktparteien werden sowohl die sachlichen als auch die emotionalen Hintergr√ľnde einer Auseinandersetzung ber√ľcksichtigt. Alle beteiligten Parteien erhalten damit die M√∂glichkeit, sich in die Lage der jeweils anderen Partei zu versetzen und zu verstehen, worum es dem Kontrahenten wirklich geht und weshalb es zu Missverst√§ndnissen gekommen ist. Mit diesen Erkenntnissen k√∂nnen von den Parteien neue und vor allem l√∂sungsorientierte Optionen entwickelt und ein gemeinsamer Weg zur Beilegung des Konfliktes gefunden werden.

Die Parteien können so zu einer nachhaltigen und beständigen Lösung finden.

Ein immer wieder zitiertes Beispiel:

"... Zwei Kinder streiten sich um eine Orange. Die Mutter kommt und teilt die Orange in zwei H√§lften. Die Kinder sind immer noch ungl√ľcklich, da das eine Kind die Schale der Orange f√ľr einen Kuchenteig verwenden wollte, das andere wollte sich einen Orangensaft pressen. ..."

Der Konflikt h√§tte gel√∂st werden k√∂nnen, w√§ren die hinter den Positionen liegenden Interessen der Kinder mit ber√ľcksichtigt worden.

Unterscheidung zur gerichtlichen Streitbeilegung

Anders als bei Gerichtsverfahren handelt es sich bei der Mediation um einen freiwilligen Prozess, den alle Parteien beeinflussen können.

Während bei einem Gerichtsurteil der Streit nicht geschlichtet, sondern vom Richter entschieden wird, gestalten die Parteien bei der Mediation die Lösung selbst.

Das Gerichtsurteil setzt sich, anders als die Mediation, auch nicht mit der Frage auseinander, inwiefern eine weitere Zusammenarbeit oder ein Zusammenwirken noch möglich sind, und ist damit nicht zukunftsgerichtet.

Kosten

Mediationen werden nach Zeitaufwand abgerechnet.

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